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22.9.2004 ·
12-h-Rennen-Hockenheim · Platz 3
Ein (fast) perfekter Saisonabschluss Prolog Auch diesmal war die Anreise quer durch Deutschland sehr anstrengend. Ich stand Xmal im Stau und brauchte am Freitag fast 7 Stunden um von Salzburg zum Hockenheimring zu kommen. Danach war ich ziemlich gerädert und mein Ischias tat mir vom langen Sitzen einigermaßen weh. Ich war richtig froh, dass ich am Ring noch ein paar Runden mit dem Rad drehen konnte um wieder einigermaßen locker zu werden. Danach ging es zur Nudelparty und anschließend ins Hotel. Nach einigen technischen Vorbereitungen für das Rennen versuchte ich mit Dehnungsübungen meinen Ischias wieder zu beruhigen, doch es nützte nicht viel. Ich schlief relativ gut. Doch das erste was ich nach dem Aufwachen um 5:15 (quasi mitten in der Nacht!) spürte war mein Ischias. Da bereute ich umso mehr, dass meine Freundin Claudia nicht mit war. Sie hätte sicher etwas zur Besserung tun können. So versuchte ich noch einmal zu dehnen und den Ischias zu massieren – wieder eher erfolglos. Ich muss gestehen dass ich mir da schon selbst ein bisschen leid getan habe... Zum Glück traf ich bei der Abfahrt aus dem Hotel noch Wolfgang Fasching. Ich wusste vorher nicht, dass er dort am Start sein würde, doch meine Motivation stieg sprunghaft an als ich ihn sah. Nach kurzem Smalltalk fuhr ich zum Ring. Das Rennen Vor dem Start redete ich noch einmal kurz mit Wolfgang und ich fand es sehr interessant, dass ich diesmal eigentlich überhaupt nicht nervös war. Ich hatte direkt vor dem Startsignal unter 80 Puls! Dann ging es los. Die ersten zwei Runden war Windschatten fahren erlaubt und ich merkte sofort, dass es sehr locker und rund lief. Am Ende der zweiten Runde schwenkte ich sofort aus der Gruppe aus und fuhr mein eigenes Tempo. Kurz habe ich mich dann darüber geärgert, dass eine ca. 10- bis 15köpfige Spitzengruppe (Mit Fasching und einigen anderen Einzelfahrern) noch ein paar Runden zusammen blieb und trotz Windschatten-Verbot weiter Windschatten fuhr. Und obwohl die Versuchung, an Wolfgang dran zu bleiben sehr groß war, beschloss ich trotzdem meine Taktik, sprich mein eigenes Tempo, zu fahren. Dann meldete sich mein Ischias wieder, und zu allem Überfluss begannen auch noch ein kleiner Abszess am Po und mein linkes Knie zu Schmerzen. Da kam kurz wieder etwas Selbstmitleid auf: So ganz alleine in Deutschland, noch nicht einmal ganz hell, die anderen fahren Windschatten, und mir tut alles Mögliche weh – echt hart ... Doch dann fiel mir Wolfgang wieder ein, und ich dachte mir, dass ich heute erfahren werde, wie weit ich noch vom besten Extremradsportler der Welt weg bin. Das motivierte mich extrem, ich vergas die Schmerzen (die mit der Zeit auch wieder vergingen) und konzentrierte mich nur noch auf meine Leistung am Rad. Und es lief super. Am Anfang war ich ca. 10., nach 2 Stunden schon 7. und nach 5 Stunden 4. mit nur 3 Minuten Rückstand auf Wolfgang und Manfred Schorer, die gemeinsam führten. Doch dann machte sich ein weiteres Mal nachteilig bemerkbar, dass ich keine Betreuer mit hatte. Ich musste zum ersten Mal stehen bleiben, um Verpflegung nachzufassen. Nach 7,5 Stunden überrundeten mich dann Wolfgang und Manfred. Ich lag aber bereits auf dem 3. Platz mit einer Minute Vorsprung auf den Vierten. Doch leider habe ich den Kalorienverbrauch auf dieser flachen Strecke stark unterschätzt, und so war meine Verpflegung, die ich eigentlich für 12 Stunden vorgesehen hatte schon nach 8 Stunden verbraucht. Ich musste also ein weiteres Mal stehen bleiben und füllte mir meine Falschen mit einem "Sportdrink" auf. Ich nahm an, dass da auch Kohlenhydrate drinnen sein würden, doch eigentlich war dieser Sportdrink nur Wasser mit Zitronengeschmack und ein paar Spurenelementen. Das bemerkte ich allerdings erst ca. eine Stunde später, als ich einen ganz tollen Hungerast hatte. Zum Glück half mir ein Konkurrent mit ein paar Schluck Cola aus. Jedenfalls musste ich jetzt noch einmal stehen bleiben, um diesmal Cola für die letzten 3 Stunden nachzufassen. Etwas anderes brachte ich nicht mehr hinunter. Den Hungerast habe ich dann relativ schnell überwunden, und Dank ca. 3 Liter Cola lief es auch die restliche Zeit ganz gut, wenn man von den Darmkrämpfen, die ich nun bekam, absieht. Ich konnte in weiterer Folge den 4. doch relativ deutlich distanzieren, und auch mein Rückstand auf Wolfgang, der seinerseits Manfred Schorer inzwischen abgehängt hatte, hielt sich in Grenzen. Ergebnisliste
Resümee |
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