Schritt für Schritt,
oder besser: Kilomenter um Kilometer. Wie wird man zum Extremradsportler. Ich hatte schon immer den Traum, in irgendeiner Sportart zur absoluten Weltklasse zu gehören, doch es hat sehr lange gedauert, bis ich meinen Sport gefunden habe. Vorgeschichte: Als Kind trainierte ich Schwimmen und wurde in der Zeit von 1985 bis 1987 mehrfacher Bezirks- und Landesmeister. Eigentlich wäre ich für das Schwimmen ziemlich talentiert gewesen, doch mit der Zeit wurde mir das Schwimmtraining zu monoton. Somit wechselte ich zur Leichtathletik und wurde 1987-1989 mehrfach Salzburger Jugend- und Juniorenmeister im Hoch- und Dreisprung. Um in der Leichtathletik aber wirklich an die Spitze zu kommen fehlte mir vor allem eine Voraussetzung: die Grundschnelligkeit. Meine nächste Station war Basketball. Ich spielte von 1990 bis 1994 zuerst ein Jahr in der Salzburger Landesliga bzw. in der B-Liga, und dann drei Jahre in der ersten österreichischen Bundesliga. Ein Jahr lange war ich sogar im Nationalteam weshalb ich auch in die HSNS (Sporteinheit beim österreichischen Bundesheer) aufgenommen wurde. Dieses Jahr als "Basketballprofi" hatte aber nicht den Effekt, den ich mir erhoffte, und somit konzentrierte ich mich in weiterer Folge mehr auf mein Studium. Daneben begann ich das Radtraining, das ich zuvor nur zum Ausgleich betrieben hatte, etwas mehr zu forcieren. Radsport: Zu erwähnen ist auch noch, dass ich mir schon mit 16 Jahren statt eines Mopeds ein Rennrad gewünscht habe. Mit diesem Jugend-Rad war ich dann auch sehr lange (bis 25) unterwegs. Unter anderem auch bei meiner ersten wirklich langen Radtour: Eines schönen Tages hat mich nämlich der Vater meiner Lebensgefährtin gefragt, ob ich nicht mit ihm von Salzburg nach Völkermarkt in Kärnten mit dem Rad fahren möchte. Ich sagte spontan zu. Das war 1994, als ich noch keine Ahnung vom Radsport hatte. Nach gewaltigen 347 km Training (Die längste Strecke war knapp über 75 km!) brach ich mich mit ihm zu der Tour über Obertauern und Flattnitz mit rund 250 km auf! Eigentlich ging es mir dabei recht gut. Wir fuhren einen Schnitt von über 29 km/h. Einzig das Mittagessen (Kärntner Kasnudeln) lag mir sehr schwer im Magen, und kam am Abend unverdaut wieder oben heraus. Trotz dieses Überanstrengungssymptoms wusste ich von diesem Tag an, dass Radfahren mein Sport ist. Danach kam ein Schritt nach dem anderen. Ich begann Radmarathons zu fahren. Zuerst die kurzen, dann die langen Strecken. Und eines war besonders auffällig: Je länger ein Radmarathon war, und je mehr Berge zu bewältigen waren, desto weiter war ich am Ende vorne. Meine Stärke war es von Anfang an, mir meine Kräfte einteilen zu können, sozusagen mit Hirn zu fahren. Daher habe ich auch vor meinem ersten Start beim RATA 2002 niemals daran gezweifelt, dass ich die Strecke nicht nur bewältigen, sondern sehr gut fahren kann. Dieses Rennen war auch gleichzeitig mein Einstieg in die Extrem-Radsport-Szene, und mein Debüt ist mit dem Zehnten Platz auch sehr erfolgreich verlaufen. In der Zwischenzeit bin ich ja schon einige weitere Extremradrennen gefahren bei denen ich des Öfteren auch am Podest stand. Meinen ersten Sieg feierte ich beim 24 h Rennen am Nürburgring am 20./21. August 2004. Highlights:
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