Was mir beim Radfahren und allem was dazu gehört wirklich wichtig ist! 2. Beitrag: »Doping – Nein, Danke!« Seit ich im Extremradsport tätig bin stört mich die Tatsache, dass es eigentlich überhaupt keine Dopingkontrollen gibt. Die Veranstalter werben zwar damit, dass die besten Extremradsportler der Welt am Start sind, bezeichnen ihre Veranstaltung als Welt- oder Europameisterschaft oder als das härteste Rennen überhaupt. Aber anscheinend denkt keiner daran, dass zu Spitzensport auf Weltklasseniveau auch Dopingkontrollen gehören. Ich finde es blauäugig, zu behaupten, dass der Extremradsport halt noch ein wirklich sauberer Sport ist wo es kein Dopingproblem gibt. Denn wo es keine Kontrollen gibt wird es auch nie positive Dopingfälle geben. Der Dopingsumpf endet nicht genau vor unseren Veranstaltungen! Erste Ansätze zu Dopingkontrollen im Extremradsport gibt es lediglich bei der UMCA (Das ist der Amerikanische Extremradsport-Verband, der auch das Race across America – RAAM- veranstaltet.). Beim RAAM und auch bei den Qualifikationsrennen für das RAAM (zumindest beim »Raid Provence Extreme« in Frankreich) werden Dopingkontrollen durchgeführt. Das ist zumindest der erste Schritt in die richtige Richtung. Kontrollen sind mir deswegen so wichtig, weil es sehr wohl sehr viele Gerüchte in der Szene gibt. Ein gewisser Gernot T. (Vollständiger Name dem Schreiber und den aufmerksamen Lesern meiner Homepage bekannt) hat mir zum Beispiel beim Glocknerman binnen weniger Minuten erzählt, bei welchen Fahrern er sich angeblich ganz sicher ist, dass sie dopen. Neben nahezu allen österreichischen Spitzenextremradsportlern fielen auch noch einige andere Namen. Interessanterweise alles Leute, die besser sind als er... Ich bin mir auch sicher, dass bezüglich meiner Person solche Gerüchte existieren. So unter dem Motto: »Der Grießner – der ist doch Dr. der Biologie. Der kennt sich da aus. Der nimmt sicher etwas, sonst könnte er mit seiner Größe niemals so gut die Berge fahren.« Ich kann dazu nur folgendes sagen: Ich kenne mich wirklich sehr gut in meinem Körper aus, und ich weiß auch ziemlich exakt, was wann wie abläuft. Und ich kenne auch die Auswirkungen von Dopingmitteln. Doch genau das ist der Grund, warum ich niemals zu so einem Teufelszeug greifen würde. Ich kenne nämlich auch die Nebenwirkungen. Und die sind zum Teil verheerend – Egal ob bei EPO, Wachstumshormonen, Anabolika oder ähnlichem Mist. Ich kann euch garantieren, dass mir ein paar Erfolge mehr in den nächsten Jahren nicht so viel wert sind, dass ich dafür riskieren würde in 10 oder 15 Jahren zu sterben. Ich liebe nämlich mein Leben. Und außerdem habe ich eine tolle Frau und zwei wunderbare Kinder. Ich möchte mit meiner Partnerin erleben, wie unsere Kinder groß werden, und ich möchte auch meine Enkelkinder (vielleicht sogar noch meine Urenkel) kennen lernen. Und noch etwas kann ich Euch garantieren: Ich werde in den nächsten Jahren auch ohne Doping als ehrlicher und sauberer Sportler meine Erfolge feiern! Es würde mich aber extrem stören, wenn mir der eine oder andere Betrüger die Butter vom Brot nehmen würde. Das ist aber keine versteckte Anschuldigung gegen irgendeinen meiner Extremradsportkollegen. Ganz im Gegenteil: Bei nahezu allen Spitzenathleten, die ich kenne, bin ich mir sicher, dass sie genauso sauber sind, wie ich. Aber wie heißt doch ein altes Sprichwort: »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser« Daher werde ich als ersten Schritt auch weiterhin für Dopingkontrollen bei den Rennen eintreten. Früher oder später sollten aber auch Trainingskontrollen durchgeführt werden, wie es im Spitzensport üblich ist. »Denn wir Extremradsportler sind keine Verrückten oder Spinner, sondern seriöse Spitzensportler.« (Andrea Clavadetscher) P. S.: Um zu untermauern, dass mir dieses Thema wirklich am Herzen liegt, und als Beweis, dass man Spitzenleistungen im Extremradsport wirklich ohne Doping erbringen kann habe ich mich 2 Tage nach meinem Sieg am Nürburgring (20./ 21. August 2004) einer freiwilligen Dopingkontrolle nach den Richtlinien der WADA (World Anti Doping Agency) unterzogen. Das Ergebnis war natürlich negativ. Die Kosten (immerhin 445,25 €) für diese Kontrolle musste ich natürlich aus meiner eigenen Tasche bezahlen. _________ 1. Beitrag: Regeneration ist genau so wichtig wie das Training selbst In den letzten Jahren habe ich mein Trainingspensum extrem erhöht. Wochen mit 1000 bis 1200 km sind keine Seltenheit. Auf meinem Trainingsplan stehen vor allem sehr lange Grundlagenausdauer- (z.B. 300 km mit einem Schnitt von 30 bis 33 km/h) und Kraftausdauereinheiten (z.B.: Tour über Roßfeld, Trattberg, Postalm, Krispl und Gaisberg: 240 km, 4800 HM mit einem Schnitt von 25 bis 27 km/h), bei denen ich mich aber immer im GA-Bereich bzw. im KA-Bereich bis maximal 4 mMol Lactat bewege. Wenn man so intensive Trainingsreize setzt, ist es aber auch wichtig, auf die entsprechende Regeneration nicht zu vergessen. Neben Ruhetagen, vorbeugender Physiotherapie und Dehnungsübungen setze ich dazu vor allem auf Akupunktur und Akupressur. In Frau Dr. Chuang-Quehenberger (Zillnerstr. 6, Tel.: 0662/83 34 04, Ordination nach Vereinbarung) habe ich dazu eine sehr kompetente und sympathische Ärztin gefunden. Ich bin alle ein bis zwei Woche zum Akupunktieren bei ihr. Bei dieser Gelegenheit besprechen wir auch meine aktuellen Wehwehchen, die sie dann beim Nadeln berücksichtigt. Außerdem klebt sie mir auf die entsprechenden Akupressurpunkte im Ohr Kräuterkugerl, damit ich mich nach den Trainingseinheiten auch noch selbst behandeln kann. |
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